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Diese 7 Geschmacksrichtungen werten dein Gericht auf

Jeder gelernte Koch weiß, wie wichtig bei Gerichten der Geschmack ist, nur leider achten viele Menschen beim Kochen zu Hause zu wenig darauf.
Mit diesem einfachen Trick kannst du jede Mahlzeit in ein Gourmet Essen verwandeln und deine Gäste verzaubern.

Wenn du diese 7 Geschmäcker in deinen Gerichten kombinierst, wird selbst ein gesundes und veganes Essen zum Hit. Gesundes Essen darf auch lecker schmecken!

  • Süß
  • Sauer
  • Salzig
  • Bitter
  • Umami
  • Scharf
  • Fettig

Natürlich gibt es einen Grund, warum es sich genau um diese Geschmäcker handelt und diesen finden wir in der Evolution des Menschen. Damals mussten wir uns auf unseren Geschmackssinn verlassen, um z.B. giftige Nahrungsmittel von ungiftigem und gute Energiequellen von weniger guten zu unterscheiden.

Der Mensch bevorzugt die Geschmacksrichtung süß, da die meisten in der Natur vorkommenden, süß schmeckenden Pflanzen, ungiftig sind. Die Süße gibt somit einen Hinweis darauf, ob etwas essbar ist oder lieber gemieden werden sollte. Außerdem ist Süße immer an den Geschmack von Kohlenhydraten gebunden, welche eine gute Energiequelle sind. Früher war es wichtig, energiereiche Nahrung zu erkennen, um in schlechten Zeiten sein Überleben zu sichern.

Umami ist ebenso ein Geschmack, der unser Herz erwärmen lässt, da es uns an den Geschmack der Muttermilch erinnert. Diese schmeckt durch den enthaltenen Milchzucker sowie den hohen Eiweißgehalt, süßlich und umami. Dies begründet die Tatsache, dass Umami, wie auch süß schmeckende Nahrungsmittel ein angenehmes Gefühl in uns auslöst. Vielen Menschen fehlt der Geschmack umami, wenn sie ihre Ernährung auf eine vegane Lebensweise umstellen. Umami signalisiert aber lediglich eine Eiweißquelle, egal ob tierisch oder pflanzlich. Somit muss auch in einer veganen Ernährungsweise nicht auf diesen tollen Geschmack verzichtet werden, sondern sollte im Gegenteil, bewusst jedem Gericht hinzugefügt werden. Ein Beispiel für pflanzliches Umami wären etwa Pilze.

Saures erinnert uns an den Geschmack von unreifen Früchten und verdorbener Nahrung. Daher ist „sauer“ bei den meisten Menschen auch keine bevorzugte Geschmacksrichtung.

Salz spielt auch eine wichtige Rolle im menschlichen Organismus. So ist es z.B. für die Regulation des Wasserhaushaltes zuständig. Dafür muss der Salzspiegel im Körper konstant bleiben. Um dies gewährleisten zu können, müssen wir regelmäßig Salz zu uns nehmen. Dies erklärt unsere Vorliebe für gut gesalzene Speisen.

Eine Abwehr gegen den Geschmack Bitter haben wir im Laufe der Evolution erworben, da bitter schmeckende Pflanzen meist Giftstoffe enthalten.

Schärfe ist in dem Sinne kein Geschmack, sondern eher das Empfinden von Schmerz auf der Zunge.
Scharfe Lebensmittel beinhalten eine Substanz, die die Thermorezeptoren im Mund stimuliert und ein Schmerzsignal an das Gehirn sendet. Dasselbe passiert, wenn unsere Zunge durch zu heiße Speisen Verbrennungen erleidet.
Warum also schmecken uns scharfe Speisen, wenn sie uns ja eigentlich Schmerzen zufügen? Dieses Phänomen lässt sich biologisch ganz einfach erklären. Unser Körper reagiert auf diese Reize mit der Ausschüttung von Glückshormonen (Endorphine), um den durch die Schärfe entstandenen Schmerz zu lindern.
Es ist wichtig, seine Speisen nicht zu scharf zu würzen, da ansonsten der restliche Geschmack durch die Schärfe übertönt wird und teilweise auch als starker Schmerz spürbar ist. (Vor allem bei Menschen, die nicht an scharfes Essen gewöhnt sind.)
Ein gutes Gericht beinhaltet somit zwar durchaus scharfe Komponenten, wie etwa Pfeffer oder auch ein bisschen Chili Pulver, jedoch sollten die anderen Geschmäcker noch wahrnehmbar sein.

Fett ist ein Geschmacksträger und somit wichtig für jedes gute Essen. Hier ist es wichtig nicht zu übertreiben und neben Ölen, auch andere Fettquellen, zu verwenden. Eine gute (vegane) Fettquelle wäre z.B. Mandelmus oder im allgemeinen Nüsse.

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Kommentare.

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    Ich wusste nicht, dass umami mit Eiweiß zusammenhängt. Sehr informativer Artikel, danke!